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Dokumentation der Tagung: Homophobie, Sexismus unter Männern und andere Heteroängste

Dokumentation der Fachtagung in Kooperation mit dem Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin (ZtG) am Samstag, 23. November 9.00 – 17.30 Uhr in der Humboldt-Universität

Diskriminierung von Homosexuellen ist allgegenwärtig – ob in Frankreich, Russland oder in Deutschland. Weltweit werden Homosexuelle in fast 80 Ländern gesetzlich kriminalisiert. Eine aktuelle Studie zu Homophobie verweist darauf, dass die meisten Gesellschaften in Europa längst nicht so tolerant sind, wie es den Anschein hat. Nahezu die Hälfte der Befragten mit homosexueller Orientierung gab an, im vergangenen Jahr deswegen diskriminiert worden zu sein. Eine Studie der Christian-Albrechts-Universität Kiel kommt zu dem Ergebnis, dass homosexuellenfeindliche Einstellungenin Deutschland unter Jugendlichen sehr weit verbreitet sind. Homophobie und Sexismus sind alltäglich. Positiv ist, dass es in Deutschland derzeit eine lebhafte Debatte darüber gibt. Die Tagung greift die Debatte auf und fragt aus männerpolitischer Perspektive nach den Ursachen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und Gegenstrategien. Die (un)bewusste Angst vor der Infragestellung der eigenen Identität, das kritische Prüfen vorherrschender Männlichkeitsideale und die Abwehr gegen eigene homoerotische Anteile sind dabei zentrale Themen.

Bericht: Lust auf Vielfalt
Programm der Tagung

Vortrag
«Hört das denn nie auf?!» Paradoxien und Ursachen zeitgenössischer Homophobie
Peter Rehberg
, DAAD Associate Professor, Department of Germanic Studies, Co-Chair LGBTQ Research Cluster, University of Texas
Vortrag als PDF

Workshop 1:
Ist Frankreich auch hier möglich?
Prof. Peter Rehberg, Universität Texas
Dr. Thomas Gesterkamp, Journalist, Buchautor, Köln
Bericht von Frank Hessmann

Workshop 2:
Ich? Vorurteile? – Welche Vorurteile und Stereotype wurden mir vermittelt und wie gehe ich heute damit um?
Vera Fritz, Gestalttherapeutin, Supervisorin, Diversity-Trainerin; Beraterin im Sonntags-Club e.V., einem queeren Zentrum in Berlin
Justine Wodtke, Systemanalytikerin, IT-Unternehmensberaterin i.R ; Freie Künstlerin; ehrenamtliche Mitarbeiterin im Sonntags-Club e.V.
Bericht von Detlef Förster

Workshop 3:
Entwicklungen in Deutschland: Schwulenbewegung und aktuelle Diskussionen – Worum müsste es wirklich gehen?
Thomas Wil
de, Vorstand der Bundeskonferenz Schwul-Lesbischer Netzwerke
Dr. Volker Weiß, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V., + Forum.

Workshop 4:
Homophobie in der Schule: Phänomenologie, Auswirkungen, Gegenstrategien von Homophobie unter Jugendlichen im Schulalltag.
Prof. Dr. Harry Friebel
, Universität Hamburg
Dr. Ulrich Klocke, Humboldt-Universität Berlin
Präsentation von Dr. Ulrich Klocke

Workshop 5:
Sex & Sport: Widersprüche, Konflikte und Chancen offener Homosexualität im Fußball
Marcus Urban
, Sozialwissenschaftlerin, Mitherausgeberin der Femina Politica
Robert Claus, Türkiyemspor Berlin
Bericht von Frank Hessmann

Workshop 6:
Perspektiven für vielfältige Männlichkeiten. Bewusste Körperlichkeit, gelebte Sexualität und andere schwule Impulse zur Erweiterung männlicher Lebensentwürfe. Die Reflexion und Infragestellung der heteronormativen Identität als Chance für alle Männer.
Thomas Wilde, Vorstand der Bundeskonferenz Schwul-Lesbischer Netzwerke, Göttingen
Andreas Goosses, Psychologischer Psychotherapeut, Forum Männer, Berlin

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