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„Nicht mit mir – Männer gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus“

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Online-Kampagne „Nicht mit mir!“ gestartet.

Wir möchten den Frauen, die in der Silvesternacht in Köln und anderswo zu Opfern sexualisierter Gewalt gemacht wurden, unser Mitgefühl und unsere Solidarität aussprechen.

Wir wenden uns dagegen, dass die „Silvestervorfälle“ für rassistische Zuschreibungen und rechtspopulistische Hetze genutzt sowie für die Verschärfung von Flüchtlings- und Asylregelungen in Deutschland instrumentalisiert werden.

Mitmachen und die Stellungnahme jetzt auf auf der Website www.nichtmitmir.eu oder www.notwithme.eu  online mitgezeichnen!

Wir möchten den Frauen, die in der Silvesternacht in Köln und anderswo zu Opfern sexualisierter Gewalt gemacht wurden, unser Mitgefühl und unsere Solidarität aussprechen. Diese Vorfälle haben uns tief erschreckt und wütend gemacht. Sexualisierte Gewalt – gegen Menschen egal welchen Geschlechts – ist ein Angriff auf die sexuelle Selbstbestimmung. Sexualisierte Gewalt darf nirgendwo auf der Welt Platz haben. Wir fordern bestmögliche Unterstützung für alle von (sexualisierter) Gewalt Betroffenen. Wir unterstützen die Forderungen von frauenpolitischen Organisationen, dass gesetzliche Schutzlücken (Nötigung, Vergewaltigung, Beleidigung) schnellstens beseitigt werden. Der Grundgedanke der Istanbul-Konvention „Nein heißt Nein“ muss auch in deutsches Recht umgesetzt werden. Er muss ausnahmslos für alle Menschen, an jedem Ort und unter allen Bedingungen gelten.

Wir wenden uns dagegen, dass die „Silvestervorfälle“ für rassistische Zuschreibungen und rechtspopulistische Hetze genutzt sowie für die Verschärfung von Flüchtlings- und Asylregelungen in Deutschland instrumentalisiert werden. Dadurch wird das Stereotyp des orientalischen, männlichen Triebtäters bedient und sexualisierte Gewalt zu einem Problem „der anderen“ gemacht, der „Nordafrikaner“, der „Marokkaner“. Ebenso wenden wir uns gegen die stereotype Zuschreibung, alle Männer seien – ob potenziell oder faktisch – Sexualstraftäter.

Sexualisierte Gewalt – nicht nur gegen Frauen – ist nicht neu und auch in Deutschland ein großes Problem. Sie geht uns alle an, denn sie findet überall statt: in der Familie, in Partnerschaften, am Arbeitsplatz, in der Ausbildung, in Schulen, in Kinderheimen, auf offener Straße, in der eigenen Wohnung, in Flüchtlingsunterkünften und in den Gefängnissen. Sexualisierte Gewalt kann jeden Menschen treffen. Mit Taten und Worten. Es gibt keine Rechtfertigung und keine Legitimität von sexualisierter Gewalt. Sie verstößt gegen die universellen Rechte der sexuellen Selbstbestimmung, die alle Menschen nach unserer Auffassung unveräußerlich teilen.

hier gehts zur Stellungnahme

Twitter:  #nichtmitmir

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Pressemitteilung als PDF

Die Kampagne wurde vom Netzwerk Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse und dem Gunda Werner Institut in der Heinrich Böll Stiftung initiiert.  Das Bundesforum Männer, SyriansAgainstSexism sowie das Bundesweite Netzwerk Männlichkeiten, Migration und Mehrfachzugehörigkeiten unterstützen sie nachdrücklich.

 

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