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Tagung Rassismus und Männlichkeiten II

Freitag, 9. September 2016, 9.00 – 18.00 Uhr
Ort: FORUM Volkshochschule im Kulturquartier, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln und anderswo wird in Deutschland weniger über das Leid der Opfer der sexuellen Nötigungen diskutiert, sondern vor allem über die Herkunft der mutmaßlichen Täter und ihre problematischen Männlichkeitsvorstellungen. In Medienberichten kursieren bedauerlicherweise oft stereotype Pauschalisierungen über arabische bzw. muslimische, zugewanderte oder geflüchtete Männer, verstärkt werden antimuslimische Rassismen geäußert.

Mit:
Özcan Karadeniz, Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V., Leipzig
Johannes Strohmeier  psychologischen Beratungsstelle für Männer, Frankfurt/M.
Andreas Haase, Gender Coach und ehemaliger Leiter einer Notunterkunft, Detmold
Susanne Spindler, Professorin migrationssensible Soziale Arbeit, Hochschule Darmstadt
Olaf Jantz, Jungenbildungsreferent bei mannigfaltig e.V., Hannover
Michael Tunç, Netzwerk Männlichkeiten, Migration und Mehrfachzugehörigkeiten e.V.
Dr. Elina Marmer, freie Forscherin, Dozentin und Autorin, Hamburg
Thomas Gesterkamp, freier Journalist, Köln
Juliane Lang, Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus, Berlin
Michael Weiss, Bildungsreferent, Agentur für Soziale Perspektiven, Berlin
Carl Camurça, Initiative Schwarze Deutsche Bund e. V., Berlin

Grußwort von MD Klaus Bösche, Leiter der Abteilung „Familie, Landeszentrale für politische Bildung“ im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Rassismus ist kein Randphänomen: Rassistische Strukturen sind –offen oder unbewusst – auch in der Mitte der Gesellschaft wirksam und sorgen dafür, dass deren Effekte kulturell, sozial und politisch zum Tragen kommen. So zum Beispiel bei Entscheidungen darüber, wem Chancen zugeteilt oder verweigert, wessen Lebensrealitäten anerkannt werden oder nicht – Rassismus hierarchisiert Menschen nach Herkunft, Hautfarbe, Sprache, kulturellen und religiösen Praxen.
In der sozialen, pädagogischen und politischen (Männer-)Arbeit haben Fachkräfte mit Menschen zu tun, die von Rassismus und Sexismus profitieren oder betroffen sind. Die Situation in einer von zunehmender Migration und Geschlechtervielfalt geprägten Gesellschaft ist dabei komplex.

Dies erfahren insbesondere für Fachkräfte in ihrer täglichen sozialen und pädagogischen Arbeit. Die Tagung „Rassismus und Männlichkeiten“ bietet daher Akteur_innen aus der sozialen, pädagogischen und politischen Arbeit einen Reflexions- und Debattenraum, um ihre eigene Praxis kritisch zu hinterfragen und mit einem Fokus auf Männlichkeitsvorstellungen entlang verschiedener Fragestellungen das Verhältnis und Zusammenwirken von Rassismus und Geschlecht zu systematisieren:

Welche Folgen hat ein sensibler Blick auf Migration und Geschlecht für die soziale und pädagogische Praxis? Weshalb werden die Kritik an Rassismus und Sexismus noch so oft getrennt voneinander verhandelt, auch in männerpolitischen Kreisen? Wie können eigene Privilegien als weiße, heterosexuelle Frauen und Männer der Mehrheitsgesellschaft in der Praxis selbstverständlicher hinterfragt werden? Wie kann eine antisexistische und antirassistische Praxis aus männerpolitischer Perspektive aussehen?

Weitere Themen: Alltäglicher Rassismus in Schulbüchern, Väter mit Migrationsgeschichte, Sozialarbeiter-Sensibilisierung für männliche, marginalisierte Migranten. (Sprache: Deutsch)
Anmeldung ist erforderlich, Veranstaltungs-Nr. A-111224: vhs-kundenzentrum@stadt-koeln.de .
Details zum Programm:

Programm-Tagung-RassismusMännlichkeiten-Köln-16-09-09

 

 

Veranstaltende/Unterstützende: Bezirksvertretung Köln Innenstadt; Bilz-Stiftung; Bündnis 14 Afrika; Bundesweites Netzwerk Männlichkeiten, Migration und Mehrfachzugehörigkeiten e.V.; Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin; Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhält-nisse; Initiative Schwarze Menschen in Deutschland ISD Bund e.V.; Kommunales Integrationszentrum und Integrationsrat der Stadt Köln; Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V. und VHS Köln

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